Megasoma acteon acteon  (Linnaeus, 1758)

 

Herkunft: Südamerika, Bolivien. Brasilien, Venezuela. Peru, Equador, Panama

Größe:  60 - 130 mm

Generationsdauer vom Ei bis Imago:  ca. 3 Jahre

Lebensdauer Imago:  3 - 5 Monate

Zuchttemperatur: 18° - 22°

Luftfeuchtigkeit: 70 - 90 %

Zuchtbericht


Da Megasoma-Arten, mit zu meinen absoluten Favoriten zählen, entschloss und de Chance es hergab, entschloss ich das im November 2013 angebotene Paar in Zucht zu nehmen.

Dazu diente mir im Terrariumraum eine Zuchtfläche von 70x80x220 cm.

Das Substrat bestand im unteren teil aus sehr fein gesiebten, zerhäckselten stark verotteten und mit Walderde vermischten Substrat.

Nach dem Sieben, sah es einfach aus we schwarzbrauner Sand. Dieser Bodengrund wurde mit der Hand angepresst und hatte eine Substrathöhe von ca. 7 - 10 cm. Ein kleiner Bruchteil von weißfaulem Holz war auch mit dabei.

Die darauffolgende Schicht Bestand aus vom weißfaulem Pilz befallenen leicht zersetzen Laubwaldhumus, ebenfalls aus Eichen und Buchenblättern und etwas weißfaulem Holzanteil. Es wurde nur fein zerhäckselt und bildete nun die Haupt- und Mittelschicht von ca. 20 cm.

Die oberste Schicht wurde aus grob zerhäckselten Eichen - und Buchenblättern angefertigt, so dass es am Ene zu ener Gesamtsubstrathöhe von ca. 30 cm kam. Sehr viele große und kleine weißfaule Holzstücke dekorierten den Oberflächenbereich und gaben den "Riesen" die Möglichkeit, sich weder aufrichten zu können. Einzelne armdicke weißfaule Holzstämme, waren sehr tief in das Substrat gedrückt und boten den Paar zum Klettern und den evtl. Nachwuchs zum Verzehr an.

Das Substrat war leicht feucht und hatte fast die selbe Temperatur wie das Terrarium mit 21°C. Die Luftfeuchte lag normal bei 60%, so dass auch öfter besprüht wurde. Eine Dämmerungslampe sorgte dafür, dass die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere eine gute Orientierungsmöglichkeit in der Dunkelheit hatten.

Megasoma sind bekannt dafür, viel Nahrung aufzunehmen, was Sie auch müssen. Kleine "Durststrecken" können schon sehr schnell das Leben dieser großen Tiere beenden.

Als Futter bekamen Sie haupsächlich Banane und Beetle Jelly (brown sugar), Ab und zu kamen noch Mango und Ahornsirup hinzu.

Glücklicher weise war das Männchen kein Riese und stellte dem fast gleichgroßen Weibchen keine Gefahr dar, denn so wie bei sehr vielen Dynastes sp, können auch vereinzelt bei Megasoma sp. Fälle auftreten, wo das Männchen das Weibchen tötet. Sicherheitshalber werden gerade solch großen und aggressiven Tiere nach der Paarung einzeln gesetzt.

Dem sollte nun ncht so sein und so kam es zum harmonischen Zusammenleben meines Paares. Das Männchen war  sehr selten vergraben und verbrachte fast den ganzen Tag mit dem Fressen. Zur Dämmerung erschien fast täglch das Weibchen und schon nach ein paar Tagen konnte die erste Begattung beobachtet werden. Das Weibchen erkundete fast täglich, den gesamten obersten Bereich des Terrarium und das Männchen begann ebenfalls mal seinen Futterplatz zu verlassen und dem Weibchen es nachzumachen. Die Tiere waren bis spät nachts sehr agil und erst n den sehr frühen Morgenstunden, verschwand das Weibchen wieder im Substrat.

Beim täglchen Füttern konnte man ähnlich wie bei Xylotrupes sp, evtl. Drohgebärden anstelle von Fauchen des Männchens warnehmen, Welche aber erst beim Handling in unmittelbarer Nähe erzeugt werden.


Am 27.12.2014 entschloss ich durch den starken Zusammenfall des Substrates, zu einer Kontrolle des gesamten Substratbereiches.

Mit der Hand sehr vorsichtig entnahm ich nun Substrat für Substrat und stellte eine sehr starke Verdichtung der untersten Schicht fest.

Ganz unten am Bodengrund beginnend, fing das Weibchen an die Eier zu legen und jedes Ei separat mit den sehr feinen Substrat zu verdichten. Möglicher weise war die Grundfläche ausgeschöfft, so das über dem verdichteten Substrathügel wieder vereinzelt gelegt und verdichtet wurde. Insgesamt fand ich fast 3 Schichten dieser verdichteten "Substrathügel".

Zusammen konnte ich dann 46 Eier ablesen, Diese ich in einem Behälter gleichen Substrates und Parameter separierte. Rechnerisch betrachtet sind das 1,5 Eier am Tag des Einsetzens bis zur Erstkontrolle.


Nachdem nun das Substrat wieder in das Terrarium engefüllt wurde, mußte auch nichts nachgefüllt werden. Es hatte nun wieder eine Tiefe von 30cm.


Am 23.01.2014 konnten bei der 2. Kontrolle wieder 38 Eier gezählt werden. An diesem Tag konnte ich in der Box der davor abgesammelten Eier schon die ersten 16 L1 larven entdecken. Rechnerisch würde es bedeuten, dass die meisten Eier um die 50 Tage bis zum Schlupf der L1 Larve verweilen.


Aus für mich noch ungeklärten Gründen, fand ich auf dem Rücken liegend das Weibchen am 30.01.2014 tot auf. An diesem Tag nun kam es auch zur letzten Kontrolle und Entnahme weiterer 10 Eier.

Somit legte das Weibchen in der kurzen Gesamtzeit von 65 Tagen 94 Eier.


Megasomas sind wunderbare und dankbare Terrarientiere, die nicht selten eine Lebenszeit von ca. bis zu einem halben Jahr haben können. Wer viel Geduld und Liebe in die Aufzucht der Larven investiert, wird nach 2 - 3 Jahren solch "Riesen" ebenfalls als Belohnung beobachten dürfen.


Bericht mit Wachstumstabelle der Larvenaufzucht folgt.

Neu dazugekommen!

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Goliathus goliatus consperus aus eigener Nachzucht
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Megasoma acteon Paar Dez 2013 in Zucht
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